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Wie die Umwelt unsere Wahrnehmung formt: Kleinhirn zuständig für Wahrnehmungslernen

Silke Jakobi Pressestelle
Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)

Tübinger Hirnforscher belegen, dass Wahrnehmungslernen im Kleinhirn stattfindet. Das zeigt die im internationalen Fachjournal „Current Biology“ veröffentlichte Arbeit. Bisher gingen Experten davon aus, dass hauptsächlich das motorische Lernen in diesem Hirnareal angesiedelt ist. Wahrnehmung und Handlung erfordert nicht nur das reibungslose Zusammenspiel aller Sinne. Der Mensch verlässt sich auch auf Erwartungen in Form sensorischer Vorhersagen. Damit diese exakt sind, müssen sie immer wieder an die aktuelle Situation angepasst werden. Das Kleinhirn ist für solch eine Rekalibrierung notwendig – unabhängig davon, ob eine Vorhersage für eine Wahrnehmung oder für eine Handlung genutzt wird.

„Adaptation und perzeptuelles Lernen sind essenziell, um die Konsequenzen eines möglichen Fehlverhaltens zu verringern. Durch Lernen erwerben wir Vorwissen und entwickeln Vorhersagen, die es uns erlauben adäquat und rechtzeitig auf unsere Umwelt zu reagieren“, sagt Dr. Axel Lindner vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) und der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen. Dafür müssen Kleinhirn und Großhirn in wechselseitigem Austausch stehen. Die Studie wurde gesunden Probanden und Patienten mit Kleinhirnerkrankungen durchgeführt.

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Düsseldorf: Führung durch den Bauerngarten im Südpark

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Düsseldorf. „Reha perfekt“

Ich weiß nicht, wie es in anderen Städten aussieht, in Düsseldorf ist es jedenfalls problematisch, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein. Habe über das leidige Thema ja schon mehrfach hier berichtet.

Nachdem ich vor drei Jahren meinen Rollstuhl- Versorger gewechselt hatte, lief ja zunächst auch alles glatt. Der neue Versorger hatte einen kompetenten Techniker, man konnte mit ihm Termine absprechen, die eingehalten wurden. Dann vor eineinhalb Jahren bekam die Frau des Technikers ein Kind, natürlich war die Freude allseits groß. Papa nahm dann die Elternzeit in Anspruch – und vorbei war es mit dem guten Service. Ein neuer Techniker wurde nicht eingestellt.

Vor etwa einem Jahr ging dann der Antrieb meines „Terra“ Elektro- Rollstuhls kaputt. Der Versorger holte ihn ab. Dann geschah vier Wochen lang nichts, außer Vertröstungen. Als ich ungeduldig wurde, versprach man, den Rollstuhl zum Hersteller zu schicken (Bischoff& Bischoff, Buettchenbunt.de hat darüber berichtet). Das dauerte aber auch wieder, wie ich bei einem Erkundigungsanruf bei B&B erfuhr. Als der Rollstuhl dann endlich dort ankam, wurde die notwendige Einstellung der Bowdenzüge vorgenommen und schon am gleichen Nachmittag war der Rollstuhl schon wieder auf dem Weg nach Düsseldorf. Um zwei Bowdenzüge zu justieren eine Reise durch halb Deutschland auf Kosten der Krankenkasse.

Als sich vor einigen Wochen die gleiche Störung ankündigte: er kuppelte nicht sauber aus, so daß er nur sehr schwer zu schieben war, er zog beim Fahren nach links, die Akkus wurden zu schnell leer, fragte ich bei der Kasse nach, ob ich erneut den Versorger wechseln könne, weil ich nicht vorhatte, wieder sechs Wochen ohne Rollstuhl dazusitzen.

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Düsseldorf: der Industrieclub schenkt der Stadt einen Nagel

Der weit über Düsseldorf hinaus bekannte Industrieclub wird hundert Jahre alt. Ebenfalls in diesem Jahr wird die Stadt Düsseldorf 725 Jahre alt. Das Dorf an der Düssel existiert zwar schon erheblich länger (1135 erstmals urkundlich erwähnt), doch die Stadtrechte verlieh der Herzog von Jülich und Berg der Gemeinde im Jahre 1288. Es war sozusagen die Belohnung für treue Dienste, denn die Düsseldorfer sprangen ihm in der Schlacht von Worringen zur Seite und halfen, die Schlacht zu seinen Gunsten zu entscheiden. So konnte er seine Macht ausbauen und sein Herzogtum auf lange Zeit sichern.

Bleiben wir beim Industrieclub: er schenkt der Stadt zum Geburtstag eine Skulptur von Günther Uecker. Uecker ist der Künstler, der von Nägeln fasziniert, Baumstämme, Stühle, Alltagsgegenstände mit Nägeln übersähte und so zu Kunstwerken erhob. Später ging er auch dazu über, einzelne Nägel zu modellieren und in ungewöhnliche Zusammenhänge zu stellen. Ein solches Kunstwerk soll nun ab Oktober an den Kö- Bogen. Auf dem dreieckigen Platz zwischen dem Libeskind- Ensemble, der Landskrone und dem Schadow- Platz, dort wo die Treppen hinab zum Wasser führen, wird ein riesiger Nagel aus Bronze in den Boden getrieben. Die Skulptur ist etwa zwei Meter hoch, der Nagelkopf hat einen Durchmesser von einem Meter fünfzig.

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Deutschland und Polen – Jahrhunderte eines kulturellen Dialogs

Christel Lauterbach Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

„Deutschland und Polen – Jahrhunderte eines kulturellen Dialogs“, so lautet das Schwerpunktthema des neuen “Spiegels der Forschung”, des Wissenschaftsmagazins der Universität Gießen, das gerade erschienen ist. Dokumentiert werden in dieser Ausgabe (Heft 1-2013) ausgewählte Vorträge einer Ringvorlesung aus dem Wintersemester 2012/13. Zwei Beiträge aus der Genetik und Biologie ergänzen das Heft.

Die Universitäten Gießen und Lodz, Polen, sind bereits seit 35 Jahren durch eine äußerst lebendige Partnerschaft, die bereits zu Zeiten des „Kalten Kriegs“ geschlossen wurde, mit einander verbunden. Seit dem Wintersemester 2012/13 gibt es jetzt den Masterstudiengang "Deutschsprachige Literatur und Kultur im östlichen Europa" auch als binationalen Studiengang mit Doppelabschluss der Universitäten Gießen und Lodz, gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Die erste Doppelurkunde ist bereits ausgestellt. Im Rahmen dieses Studiengangs fand im Wintersemester 2012/13 eine Ringvorlesung über „Deutschland und Polen – Jahrhunderte eines kulturellen Dialogs“ statt, die in dieser Ausgabe des „Spiegels der Forschung“ in Auszügen und in gekürzter Form dokumentiert wird.

Den Auftakt des Schwerpunkts bilden die Beiträge der beiden Organisatoren der Ringvorlesung: Die Germanistin Prof. Dr. Cora Dietl befasst sich am Beispiel Dietrichs von der Glezze pikante Erzählung „Der Borte“ mit der deutschen Literatur in Schlesien im 13. Jahrhundert. Thema des Historikers und Experten für osteuropäische Geschichte Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg sind unter dem Titel "Jenseits der Nationalgeschichte" die deutsch-polnischen Verflechtungen in Mitteleuropa seit dem 15. Jahrhundert.

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Düsseldorf: Portugiesischer Nationalfeiertag

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Sicherheitsrisiko elektronische Versichertenkarte

Heute flatterte mir wieder eine Mahnung meiner Krankenkasse ins Haus. Ich möge doch bitte innerhalb von 14 Tagen ein Passbild zusenden, damit die Kasse mir die gesetzlich vorgeschriebene Versichertenkarte zustellen könne.

Aus guten Gründen habe ich das bisher nicht getan. Grundsätzlich halte ich zwar ein Passbild auf der Versichertenkarte für sinnvoll, um Missbrauch einzudämmen. Jedoch ist mit der neuen Regelung ja mehr verbunden, als nur ein Bild auf der Karte. Diese neuen Karten haben einen Speicherchip, auf dem sich nicht nur die persönlichen Daten erfassen lassen, dazu kommen neuerdings Speichermöglichkeiten für das „elektronische Rezept“, die „elektronische Krankenakte“, „Arzneimitteldokumentation“, der „Notfalldatensatz“. Dies alles sind hochbrisante persönliche Daten, in die falschen Hände gelangt, können sie den neuen Arbeitsplatz verhindern, Karrieren zerstören, Versicherungsschutz unmöglich machen, Kreditzinsen in atemberaubende Höhe schnellen lassen und so weiter.

Das elektronisch dezentral erfasste Daten nicht sehr sicher sind, hat die Erfahrung der letzten Jahre immer wieder bewiesen – es stimmt, auch analoge Daten können, bei unachtsamem Umgang Unheil anrichten, doch elektronisch erfasst, sind sie praktisch für die ganze Welt verfügbar.

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Klappt mit Einschränkungen: Smartphone als Geiger-Zähler

Florian Schneider Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Wie schon nach Tschernobyl stieg im Gefolge der Katastrophe von Fukushima die Nachfrage nach Geiger- Zählern stark an. Radiologen der Medizinischen Hochschule Hannover haben jetzt untersucht, ob sich auch moderne Smartphones zur Abschätzung ionisierender Strahlung eignen. Ergebnis: Es funktioniert. Aber ein amtliches Personendosimeter können die Mobiles nicht ersetzen.

Moderne Smartphones gelten als Alleskönner: Telefonieren, im Internet surfen, spielen, Freunde treffen oder Texte verfassen: All das und noch viel mehr ist für viele Millionen Menschen überall auf der Welt aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Trotzdem sind die Geräte noch immer für Überraschungen gut: Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass sich Smartphones nutzen lassen, um radioaktive Umgebungsstrahlung zu messen?

Kamerachip macht ionisierende Strahlung sichtbar

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Das Vermächtnis des Mustafa Kemal, genannt: Atatürk

Bild links: Bilder roher Polizeigewalt wurden von einem Reporter ins Netz gestellt, wegen Zensur mit der Bitte um Verbreitung. Originalunterschrift: Bu fotoğrafı RT yapın, paylaşın ki görsün dünya Türk medyası nelere karartma uyguladı

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Foren: die Kuschelecken des Internets

Ich beobachte seit einigen Wochen das Seniorenforum50plus. Zunächst dachte ich, daß ich mich dort anmelden könnte, vielleicht macht es ja Spaß, mit Menschen jenseits der 50 zu reden, denn schließlich bin ich selbst schon mehr als zwanzig Jahre darüber hinaus.

Also habe ich im öffentlich zugänglichen Teil herumgestöbert, um zu sehen, was mich da so erwartet. Dabei fand ich auch einen Twitter Account, den ich abonniert habe. So erfahre ich, welche Themen gerade auf dem Forum aktuell sind. Denn außer einem täglichen Tweet mit einem aktuellen Hinweis, geschieht dort nichts. Heute: „Wie stellt Ihr Euch einen gelungenen Urlaub vor? Plaudert mit im Forum“.

Schade, statt den Account zu nutzen, um mit der Welt in Kontakt zu treten – nicht nur um das Forum bekannt zu machen, sondern auch um sich Anregungen zu holen, bleibt er mehr oder weniger ungenutzt, gelesen nur von Leuten, die das Forum sowieso kennen. Ist das nur einer ängstlichen Haltung gegenüber der Öffentlichkeit geschuldet? Ist es mangelnde Kenntnis der Möglichkeiten des Netzes?

Eins steht jedenfalls fest: dieses Forum ist nicht das Einzige, das die Möglichkeiten des Internets brach liegen lässt. Es gibt tausende solcher Foren, die in einer pseudo- Öffentlichkeit, oder muss ich besser sagen, in pseudo- Privatheit, vor sich hin vegetieren.

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