(Wir benutzen hier den englischen Begriff, der den 'nahen' Osten einschließt.)
Während die Freiheitsbewegungen in den arabischen Mittelmeer- Anrainerstaaten sehr zähflüssig voran kommen, teilweise eher den Eindruck von Stillstand erwecken, bringen sich drei Staaten in Position, um ihren Einfluss in der Region zu sichern.
Als erstes machte Erdogan, der türkische Präsident eine Reise in die halbwegs befriedeten Gebiete am Mittelmeer, um den türkischen Anspruch auf Führung zu vermitteln. Offenbar war die Reise aber nicht von allzu großem Erfolg gekrönt. Man empfing ihn freundlich, unterschrieb auch das eine oder andere Abkommen, aber hineinreden? Nein, hineinreden ließ man sich nicht von ihm. Doch einer der beiden anderen Konkurrenten um die Führung im nahen Osten hat sicher größere Chancen, den Fuß in die Tür zu bekommen. Hierbei und auch beim weiter unten Gesagten, sollten wir uns vergegenwärtigen, warum die USA auf die Aufnahme der Türkei in die EU dringen, die ja nur mit einem verschwindend geringen Teil im geografischen Europa liegt: als Stützpunkt für die Nato und die USA ist die Türkei nahezu unverzichtbar.